Untersuchung des Palustrinabbaus während des Biogasprozesses von siliertem und frischem Sumpfschachtelhalm

Mit der zunehmenden Extensivierung von Feuchtgrünlandstandorten tritt neben Ampfer-, Diestel- und Binsenarten auch vermehrt Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre L.) auf. Sumpfschachtelhalm ist unter anderem gekennzeichnet durch die sekundären Inhaltsstoffe Palustrin und Palustridin, welche eine hohe Toxizität aufweisen und eine Nutzung als Tierfutter vermindern. Eine aussichtsreiche alternative Nutzung könnte die energetische Verwertung darstellen. Dazu sollen in Biogas-Batchversuchen frische und silierte Sumpfschachtelhalm-Biomassen über 35 Tage vergoren und die Biogas- und Methanpotenziale bestimmt werden. Während dieser Versuche sind mehrere Probennahmen von Gärresten aus diesen Versuchen vorgesehen, um Aussagen zur Abbaukinetik von Palustrin und Palustridin zu erhalten. Die Palustrinbestimmung aus dem Gärrest erfolgt extern über Fremdfirmen.
Potenzielle Interessenten müssen sich in die Substratanalytik und die Bestimmung von Biogas- und Methanpotenzialen einarbeiten. Die Thematik ist für Bachelor- und Masterstudenten gleichermaßen geeignet. Ein Beginn mit einer Bachelorarbeit und der weitere Ausbau zur Masterarbeit ist denkbar. Es wird die Mithilfe bei der der Substratanalytik, der Durchführung der Batchversuche sowie der Datenauswertung erwartet. Die Arbeiten finden an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock statt. Die Ergebnisse sind in geeigneter Form darzustellen und in den Kontext des bestehenden Wissens zu integrieren. Es sollen Schlussfolgerungen für eine energetische Verwertung, im Hinblick auf die Abbaueigenschaften von Palustrin, gezogen werden.


Geeignet als Bachelorarbeit, Masterarbeit
Datum: 22.12.2022
Professur Agrartechnologie und Verfahrenstechnik

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