Risikoanalyse von Trinkwasserversorgungssystemen in kleinen bis mittleren Wasserversorgungsunternehmen und Ableitung von Maßnahmen der Risikominimierung

Autor: Felix Heumer
Urheber: Professur für Wasserwirtschaft
Ort: Rostock
Jahr: 2025

Einordung:
Institut: Professur Wasserwirtschaft

Abstract:
Die leitungsgebundene Versorgung mit Trinkwasser in ausreichender Menge, hoher Güte sowie ausreichendem Druck ist eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge. Da erst durch die zentrale Trinkwasserversorgung auch eine geordnete sanitäre
Entsorgungssicherheit gewährleistet werden kann, ist ihre permanente Sicherstellung essenziell für das Funktionieren moderner Zivilisationen. Verantwortlich hierfür sind primär die Wasserversorgungsunternehmen. Trinkwasserinfrastrukturen können jedoch durch verschiedene äußere und innere Gefahren beschädigt und gestört werden. Es ist deshalb die Aufgabe jedes Wasserversorgers, die potenziellen Gefährdungen zu identifizieren, die möglichen
Konsequenzen für die Wasserversorgung zu analysieren und darauf aufbauend zielführende Maßnahmen zur Reduzierung der Gefährdung bzw. der Folgen abzuleiten und umzusetzen. Aufgrund der Vielfalt möglicher Einflussgrößen und der technischen Komplexität des Systems erfordert dies ein strukturiertes Vorgehen in Kombination mit geeigneten Werkzeugen, um die einzelnen Arbeitsschritte des Risikomanagements mit
vertretbarem Aufwand umsetzen zu können. Existierende Regelwerke und Leitfäden
geben hierfür zwar ein grobes Gerüst, sind jedoch keinesfalls hinreichend für die konkrete Bearbeitung durch den Aufgabenträger.
Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der vorliegenden Arbeit die Entwicklung eines
systematischen Ansatzes für ein wirksames Risikomanagement auf der Ebene eines
Wasserversorgungsunternehmens. Ausgehend von einer umfassenden Analyse zu rechtlichen Rahmenbedingungen, verfügbaren Leitfäden und wissenschaftlichen Beiträgen identifiziert Herr Heumer bestehende Defizite und definiert einen
Mindestumfang zu prüfender Gefährdungen. Darauf aufbauend werden
praxistaugliche Methoden für die differenzierte Ermittlung der Vulnerabilität von
Versorgungsgebieten und die Planung von Maßnahmen zur Härtung der Versorgungssicherheit erarbeitet. Als Betriebsleiter eines Versorgungsunternehmens
ist es Herrn Heumer wichtig, dass alle Methoden mit den personellen und infrastrukturellen Möglichkeiten vor Ort umsetzbar sind. So werden für verschiedene Ansätze – wie die elegant-einfachen Bilanzstrukturmodelle – unterstützende
Werkzeuge bereitgestellt, die sich mit konventionellen Office-Produkten bearbeiten
lassen. Eine Besonderheit der Arbeit ist sicher die beispielhafte Anwendung für ein reales
Versorgungssystem, bis hin zu baulichen Umsetzung. Dadurch lässt sich auch zeigen, dass eine wirksame Verbesserung der Versorgungssicherheit mit vertretbarem Mitteleinsatz erreichbar ist.

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Letzte Änderung des Eintrages: 08.01.2026

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