Die Bestimmung der Schadstoffkonzentration im Sickerwasser (Sickerwasserprognose) unter Berücksichtigung des schnellen Stofftransportes
Autor: Lennartz, Bernd
In:
Altlastenspektrum
Auflage: 4 Seite: 184 - 191 Jahr: 2003
Einordung:
Institut: Professur Bodenphysik Teilschwerpunkt: Umweltgerechter Stoffhaushalt
Abstract: Entsprechend gesetzlicher Vorgaben ist die Abschätzung des Verhaltens gelöster Schadstoffe in der wasserteilgesättigten Boden- und Substratzone Schwerpunkt des Grundwasserschutzes auf kontaminierten Standorten (Sickerwasserprognose). In vorliegenden Publikationen, in denen Entscheidungsstrategien und Handlungsin-strumentarien zur Umsetzung gesetzlicher Regelwerke entwickelt werden, wird auf das Phänomen des vielfach beobachteten schnellen Stofftransports in Böden nicht eingegangen. Im vorliegenden Beitrag werden Erscheinungsformen des bevorzugten Stofftransports vorgestellt und konzeptualisiert. Es wird zwischen Transportsituatio-nen bei Makroporen- bzw. Interaggregatfluss, bei denen die Gefahr einer Kontamina-tion der Wasserressourcen im Untergrund besonders hoch ist, und Transportverhält-nissen bei Fingerflussszenarien unterschieden. Als Diskussionsbeitrag wird ein zweistufiges Verfahren der Sickerwasserprognose vorgestellt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der bodenkundlichen Ansprache des Substrats am Standort, mit dem Ziel einer qualitativen Einschätzung des Gefahren-potenzials bezüglich einer bevorzugten Stoffverlagerung und damit gegenüber einer Grundwasserkontamination. Ein einfacher Rechenweg ermöglicht die Quantifizierung der Aufenthaltszeit, Konzentration und Fracht von Schadstoffen in der ungesättigten Bodenzone bei bevorzugten Stoffverlagerungsverhältnissen.
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Letzte Änderung des Eintrages:
11.10.2004
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