Was kann die (Bau-)Wirtschaft retten?

Autor:
Hembus, Michael
In:

Baumarkt + Bauwirtschaft

Auflage: 3
Seite: 30 - 33
Jahr: 2004

Einordung:
Institut: Professur Baubetriebswirtschaft

Abstract:
Produktivität und innovative Qualitätsprodukte waren bisher die Wettbewerbsvorteile der deutschen Wirtschaft. Es ist innovativ und nachhaltig durch Erhöhung der Produktivität die Lohnkosten zu senken. Dazu muss man in Innovation investieren.
Deutschland konnte bisher sein hohes Lohnniveau dank der hohen Arbeitsproduktivität und seiner Spitzenprodukte erreichen. Auf dem Gebiet der Produktivitätssteigerung und Produktinnovation müssen die Unternehmen besonders erfolgreich sein. Nur solche Unternehmen werden am Standort Deutschland langfristig eine Chance haben.
Die Senkung des Verbrauches an Lohnstunden je Produkteinheit ist der bessere und nachhaltige Weg der Lohnkostensenkung.
Die Verbrauchssenkung beginnt kurzfristig mit der besseren Vorbereitung und Organisation der Produktionsabläufe um die Reserven der bisherigen Produktionsverfahren zu erschließen. Die Führungstätigkeit in den Unternehmen ist dazu durch Nutzung entsprechender Methoden und Instrumente zu rationalisieren.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht können nachhaltige Lösungen nur in der Produktivitätssteigerung in Verbindung mit Verfahrens- und Produktinnovation gesucht werden. Nur die Betriebe, die dort Wettbewerbsvorteile erringen, können überleben.
Wir brauchen eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise, die man auch als Steigerung der Ressourcenproduktivität bezeichnen kann.
Die Produktivitätssteuerung im Baubetrieb erfordert die Anwendung des Instrumentariums des Controlling. Man muss vorausschauend agieren, wenn die Unternehmensziele dauerhaft gesichert werden sollen. Dazu bedarf es der entsprechenden Instrumente und Handlungsweisen, die das Controlling liefert.
Das Controlling muss entsprechend seiner Bedeutung in das Managementsystem des Betriebes eingeordnet und personell abgesichert werden. Controlling erfordert eine schnelle und bedarfsgerechte Information der Entscheidungs- und der Realisierungsträger. Dazu ist die entsprechende Datenerfassung, die Datenaufbereitung zu empfängerspezifischen Informationen und die bedarfsgerechte Informationsbereitstellung im Betreib zu organisieren.
Es geht letztendlich um die Steuerung der Größen
- Arbeitsproduktivität
- Betriebsmittelproduktivität
- Materialproduktivität und
- Kapitalumschlag.
Dafür bedarf es entsprechender operativer Instrumente im Baubetrieb, das sind:
• die Arbeitskalkulation,
• die Ablaufplanung,
• das Berichtswesen der Baustellen
• die Nachkalkulation und
• die betrieblichen Stammdaten.

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Letzte Änderung des Eintrages: 02.11.2004

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