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Informationsgeleitete Pflanzenproduktion mit Precision Farming als zentrale inhaltliche und technische Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung der landwirtschaftlichen Landnutzung Forschungsverbundprojekt zur Methodenentwicklung und Analyse wesentlicher Grundlagen der Teilflächenwirtschaft und zur Verbesserung der informationstechnischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Förderung des Precision Farming in der Landwirtschaft
Projektleitung:
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) e.V. Müncheberg
Förderung: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF), Bonn
Kooperation:
Zeitraum: 01.01.2005-31.12.2007
Einordung:
Institut: Professur Geodäsie und Geoinformatik Teilschwerpunkt: Erfassung und Auswertung umweltrelevanter Kenngrößen
Projektbeschreibung:
Die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion bietet einzigartige und dadurch beispielgebende Möglichkeiten, praxistaugliche Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung von wirtschaftlichem Handeln zu erarbeiten und unter Anwendungsbedingungen zu erproben. Eine nachhaltige Entwicklung kann dann unterstellt werden, wenn in der Produktion die standörtlichen Gegebenheiten, die ökologischen Sensitivitäten, die technologischen Möglichkeiten sowie die wirtschaftlichen Erfordernisse und die sozialen Ansprüche ziel- und sachgerecht als Ergebnis von Verhandlungen und iterativen Abwägungen mit den relevanten gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt werden.
Ein solches Vorgehen erfordert bei der landwirtschaftlichen produktion grundsätzlich eine Ausdehnung der Betrachtungsgrenzen auf die gesamte Wertschöpfungskette, z.B. der von pflanzlichen Lebensmitteln, einschließlich Erweiterung um gesellschaftliche Ansprüche an die Produktion und ihr Umfeld. Erst wenn in der Produktion abgestimmte Forderungen aus der Wertschöpfungskette berücksichtigt werden bzw. deren Teilnehmer den Produktionsprozess nachvollziehen und ggf. rückkoppelnd beeinflussen können, sind die wesentlichen Elemente einer nachhaltigen Entwicklung der landwirtschaftlichen Landnutzung berücksichtigt.
Für eine solche Erzeugung schafft die Technologie des Precision Farming als informationsgeleitete Pflanzenproduktion zentrale Voraussetzungen. Diese ermöglicht es, die pflanzenbaulichen Maßnahmen spezifisch an standörtliche Potentiale, ökologische Sensibilitäten sowie Vorgaben zur Prozessqualität anzupassen. Aufgrund effizienteren Einsatzes von Betriebmitteln können wirtschaftliche Vorteile entstehen. Zudem können mit dieser Technologie die Produktionsprozesse automatisch, kostengünstig, sicher und belastbar dokumentiert werden.
Damit die informationsgeleitete Pflanzenproduktion umfassend als Instrument für eine nachhaltige Entwicklung der Landnutzung eingesetzt werden kann, sind noch wichtige Voraussetzzungen seitens Forschung und Entwicklung zu erfüllen: (i) Methoden und Protokolle zur partizipativen Festlegung von Indikatoren in der erweiterten Wertschöpfungskette Lebensmittelerzeugung, um die erwartete Produktionsqualität zu definieren; (ii) Grundlagen, Methoden und Werkzeuge zur Bereitstellung und Verabreitung von wesentlichen Informationen im Precision Farming im landwirtschaftlichen Betrieb bzw. mit der Wertschöpfungskette; (iii) Analyse der ökologischen und ökonomischen Auswirkungen des Precision Farming unter Praxisbedingungen sowie (iv) Grundlagen und Konzepte zum geeigneten Wissenstransfer in Ausbildung, Praxis und Beratung. Mit dem hier vorgestellten Forschungsverbundprojekt preagro II sollen zu diesen Problemfeldern wesentliche Antworten gegeben bzw. Lösungen erarbeitet werden.
Bearbeiter:
Korduan/Nash/Kofahl Weitere Information im WWW
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Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt
Letzte Änderung des Projekteintrages:
20.12.2011
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