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Ermittlung gemeinsamer Eintrittswahrscheinlichkeiten von Wasserstand und Seegang S-H
Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. Fokke Saathoff
Förderung: LKN Schleswig-Holstein
Kooperation:
Zeitraum: 01.06.2014 - 31.03.2015
Einordung:
Institut: Professur Geotechnik und Küstenwasserbau
Projektbeschreibung:
Der Landesbetrieb fUr Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) verwendet für die Sicherheitsüberprufung der Landesschutzdeiche an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste als hydrodynamische Eingangsdaten den lokalen Referenzhochwasserstand (RHW) und den dazugehörigen Referenzseegang (RSG). Das RHW wurde dabei auf Grundlage extremwertstatistischer Untersuchungen derart festgelegt, dass der angegebene Wasserstand im Mittel einmal in 200 Jahren erreicht oder überschritten wird . Der dazugehörige RSG wurde auf der Grundlage max. möglicher Windgeschwindigkeiten und der ungünstigsten Windrichtung mit Hilfe des Seegangsmodells SWAN ermittelt. Fur die Regionaldeiche werden im LKN Sicherheitsüberprufungen durchgeführt, um den Schutzstatus des durch den jeweiligen Deich geschützten Gebietes zu bestimmen. Hierbei wird das Wiederkehrsintervall von unterschiedlichen Wasserständen und dem jeweils zugehörigem Seegang benötigt. Es werden also - im Gegensatz zum RSG, der auf der Betrachtung von Extremwerten beruht - fUr unterschiedliche Wasserstande die dazugehörigen realistischen Seegangsparameter benötigt. Einen Ansatz zur Bestimmung solcher Werte bietet das im Projekt "MU STOK C / SEBOK B" entwickelte Verfahren zur Berechnung von kombinierten Eintrittswahrscheinlichkeiten von Wasserstand und Seegang. Hierbei werden gemeinsame Eintrittswahrscheinlichkeiten fUr Wasserstande und Wellenhohen ermittelt und fUr unterschiedliche Wiederkehrsintervalle abgeleitet.
Der LKN mochte zunachst in einer Pilotuntersuchung fUr drei definierte Beispiellokationen (Regionaldeich Schuby / Damp, Regionaldeich Behrensdorf / Lippe und Regionaldeich Sussau) kombinierte Eintrittswahrscheinlichkeiten er mitteln . Die Lokationen wurden derart gewahlt, dass die Grundlagenermittlung auf der Basis bereits am Lehrstuhl fUr Geotechnik und Küstenwasserbau vorhandener Ergebnisse aus Seegangsmodellen (Auflosung 1km x 1km) durchgeführt werden kann.
Bearbeiter:
Dipl.-Ing. Christian Schlamkow, M. Sc. Anita Völker, M. Sc. Christian Kaehler
Zum Projekt: Mitarbeiter,
Publikationen
Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt
Letzte Änderung des Projekteintrages:
10.05.2016
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