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Hälterung von White-leg Shrimps zu Versuchszwecken: Auswirkungen von Montmorillonit auf die Shrimp-Gesundheit und Aufnahme von Mycotoxin
Projektleitung:
Prof. Dr. Harry W. Palm
Förderung:
Kooperation:
Zeitraum:
Einordung:
Institut: Professur Aquakultur und Sea-Ranching
Projektbeschreibung:
Die Kultivierung von Crustaceen hat in unterschiedlichen Teilen der Welt eine lange Tradition. In Indonesien sind nachweislich bereits im 14/15. Jahrhundert Garnelen in Brackwasserteichen oder in brachliegenden Reisfeldern gezüchtet worden. Die moderne kommerzielle Zucht in Shrimpfarmen entwickelte sich jedoch erst am Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan. Zu einer Intensivierung kam es um die 1960, als der technische Fortschritt dieses möglich machte und die Marktnachfrage stieg. In Folge dessen kam es zu einer raschen Ausbreitung der Shrimpfarmen in allen tropischen und subtropischen Regionen der Erde. Heutzutage ist die Shrimpzucht eine globale Industrie mit einer Gesamtproduktion von jährlich ca. 3.5 Mio t. Davon stammen 75% aus Asien, mit China, Thailand und Vietnam als die größten Produktionsländer. Der restliche Anteil wird zum überwiegenden Anteil in Lateinamerika produziert. Die größten Produktionsländer sind hier Brasilien und Ecuador.
Eine der größten Herausforderungen in der Shrimpzucht ist das Verhindern von Massensterben, welche in den Anlagen auftreten können und sehr große Werte in einer kurzen Zeit vernichten. Zu den wichtigsten Krankheiten von Lithopenaeus vannemei und Penaeus monodon gehören das White Spot Syndrom und das Taura-Syndrom. Letzteres führte z.B Anfang der 90er Jahre zu der bis dahin schwerwiegendsten Epidemie in der wichtigsten Garnelenzucht von Ecuador. Ebenfalls problematisch sind sich verschlechternde ökologische Bedingungen in den tropischen Küstenregionen, insbesondere hervorgerufen durch die Shrimpzucht selber bzw. durch die Veränderung der Landnutzung, die Gewässerverschmutzung durch Brauchwasser aus Zuchtbetrieben und die Versalzung landwirtschaftlicher Nutzflächen durch die Garnelenzuchtbetriebe. Durch die hohe Konzentration der Anlagen auf einem Gebiet werden die Flächen zu stark in Anspruch genommen und bedingen anschließend Krankheitsausbrüche.
Zielsetzung dieses Projektes ist der Betrieb einer experimentellen Versuchsanlage für die Lebendhälterung von Garnelen, in diesem Fall L. vannemei (Whiteleg Shrimp). Im Rahmen von verschiedenen Versuchsläufen werden Hälterungsparameter getestet, um die Vor- und Nachteile einer intensiven Aufzucht zu zeigen, die Einbringungsmöglichkeiten von Montmorillonit in den Kreislauf, die Reaktion auf mit Mykotoxin belastetem Futtermittel und die Ermittlung der Wasserparameter, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.
Bearbeiter:
Zum Projekt: Mitarbeiter,
Publikationen
Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt
Letzte Änderung des Projekteintrages:
17.01.2014
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