Etablierung von mehrschnittigem Ackerfutter in Energiefruchtfolgen

Projektleitung: Dr. agr. J. Müller

Förderung: BMELV - Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe

Kooperation: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, TLL

Zeitraum: 2013-2015

Einordung:
Institut: Professur Grünland- und Futterbauwissenschaften

 

Projektbeschreibung:
In diesem auf drei Hauptnutzungsjahre ausgelegten Versuchsvorhaben soll untersucht werden, wie Ackerfuttermischungen unter bestmöglicher Ausnutzung der Vegetationszeit in bestehende „Biogasfruchtfolgen“ integriert werden können. Innerhalb des Projektes steht die Prüfung einer effizienten Etablierung von regional bereits erfolgreich geprüften Ansaatmischungen im Vordergrund. Die Einbindung mehrschnittigen Ackerfutters in Fruchtfolgen mit Energiepflanzen hat vor dem Hintergrund der positiven Wirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität eine große Bedeutung. Insbesondere gewähren diese Fruchtfolgeglieder eine sehr gute Humusreproduktion, die die Gesamt-Humusbilanz in den zumeist doch humuszehrenden Energiefruchtfolgen entscheidend verbessern kann. Besonders in Gemischtbetrieben, die die Futtergewinnung sowohl für die Rindviehfütterung als auch für die Biogasnutzung gestalten müssen, sind optimierte Verwendungsmöglichkeiten von Ackerfutteraufwüchsen von großem Interesse. Da bei Biogas-Neuanlagen zukünftig der Maisanteil auf 60% begrenzt (EEG 2012) und bei bestehenden Anlagen der Druck zu Alternativen zum Mais immer größer wird, bietet sich die Nutzung von Ackerfutter an. Zum einen soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich Einsaaten in Mais und Getreide zur Etablierung ertragreicher Aufwüchse eignen und zum anderen ist zu eruieren, welche Ansaatmischungen für ein derartiges Ansaatverfahren geeignet sind. Vorrangig werden dabei Mischungen geprüft, die sich in den jeweiligen Regionen als ertragsstark und ertragsstabil erwiesen haben. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Leguminosen-Ansaaten gelegt. So werden Kleegras und Luzernegras im EEG 2012 als Einsatzstoffe der Einsatzstoffvergütungsklasse II definiert und können daher künftig größere Bedeutung erlangen. Eine sinnvolle Einbindung dieser Ansaaten ist jedoch ökonomisch interessant, wenn sie nicht ausschließlich als Zwischenfrucht, sondern als überjähriger Ackerfutterbau gefördert wird.

Bearbeiter: Müller, Jürgen

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 12.11.2014

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