Mobile Assistenzsysteme - MAXIMA und MARIKA
Mobile Nutzung verteilter Geodaten und -Dienste

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ralf Bill

Förderung: Land Mecklenburg-Vorpommern

Kooperation: Fachbereich Informatik und Industriepartner

Zeitraum: 01.01.2008 - 30.06.2011

Einordung:
Institut: Professur Geodäsie und Geoinformatik

 

Projektbeschreibung:
Dieses Forschungsvorhaben widmet sich primär der mobilen Nutzbarmachung etablierter oder weiter zu entwickelnder Komponenten einer Geodateninfrastruktur. Damit werden zwei Forschungsbereiche miteinander verknüpft:
- der Aufbau und die Nutzung einer verteilten Geodateninfrastruktur zur Bereitstellung von Daten für einen mobilen Client sowie
- die Entwicklung an mobilen Endgeräten zur Schaffung eines Standortbezugs in Web-Anwendungen (mobiles Web-GIS) und von Positionierungsansätzen auf Basis heterogener Technologien.

Die Forschungsergebnisse sollen im Rahmen des Landesforschungsverbundes "Mobile Assistenzsysteme" für die Teilprojekte MAXIMA ("Mobile Assistenzsysteme für expertengestütztes Instandhaltungsmanagement") und MARIKA ("Mobile Assistenzsysteme für Routeninformation und Krankenakte") verwendet werden. Ziel ist es in beiden Fällen, die jeweiligen Berufsgruppen (Handwerker im Bereich der Instandhaltung bzw. Pflegepersonal im Bereich der häuslichen Pflege) bei der Dokumentation und Durchführung ihrer Arbeit zu unterstützen, indem (u.a.) relevante und positionsabhängige Informationen zur Verfügung gestellt und automatisch verarbeitet werden.

Mobile Endgeräte (z. B. PDAs), die in den oben genannten Szenarien zum Einsatz kommen sollen, sind häufig bereits mit Komponenten zur Kommunikation (WLAN) und Positionsermittlung (GPS) ausgerüstet und damit prinzipiell geeignet, standortbezogene Dienste oder Anwendungen zu nutzen. Diese Funktionalität soll ausgebaut werden, um einen Standortbezug in Web-Anwendungen zu ermöglichen und mittels mobiler Web-Browser zu nutzen. Es werden im Grundsatz bestehende Verfahren verfeinert, die Kommunikationsprotokolle im World Wide Web diesbezüglich ergänzen. Die Positionierung am Client soll nicht auf GPS begrenzt sein. Weitere Verfahren wie z. B. die Lokalisierung in WLAN-Netzen oder mittels RFID- oder Barcode-Tags werden untersucht und ggf. integriert werden. Damit soll eine Möglichkeit geschaffen werden, auch in Gebäuden standortbezogene Informationen zu erlangen. Ein prototypisch anzupassender Web-Browser dient als Basis für die vorgenannten Entwicklungen am mobilen Endgerät. Er wird auch genutzt, um den Mehrwert eines mobilen Web-GIS darzustellen. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem automatisierten Gebrauch von Komponenten einer Geodateninfrastruktur. Vorgänge sollen mittels der vorhandenen Positionsangabe des Endgerätes, Katalog- und Processing-Diensten automatisiert werden, um die Benutzerfreundlichkeit mobiler GIS-Anwendungen zu steigern.

Bearbeiter: Martin Kofahl (bis 06/2008), Mirko Bothe (04/2009 bis 06/2011)

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 15.03.2011

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