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SLEWS-Geodätische und Geoinformationstechnische Aspekte einer Geodiensteinfrastruktur als Grundlage von Frühwarnsystemen für Massenbewegungen durch die Integration von Echtzeitsensorik
Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. Ralf Bill
Förderung: BMBF
Kooperation:
RWTH Aachen, BGR Hannover, ScatterWeb Berlin
Zeitraum: 15.05.2007-30.06.2010
Einordung:
Institut: Professur Geodäsie und Geoinformatik
Projektbeschreibung:
Ziel des Verbundprojektes ist die Entwicklung von geeigneten Methoden und Technologien der Frühwarnung bei Massenbewegungen zur prototypischen Anwendung. Die zu entwickelnde Geodiensteinfrastruktur umfasst Sensoren, Geodatenbestände, Informations- und Kommunika-tionstechnologien sowie Methoden und Modelle zur Ableitung von stabilitätsrelevanten Parametern. Mittels verschiedener Sensoren sollen zuverlässige Echtzeit-Informationen gewonnen werden, aus denen nach der Aufbereitung mit Hilfe geeigneter Verfahren und Algorithmen Warnungen oder Prognosen (Frühwarnungen) abgeleitet werden können. Oberflächenbewegungen sind die beobachtbaren Auswirkungen der Instabilität des Untergrundes (Zielvektor). Sie liefern wichtige Informationen über Aktivität, Lage und Stabilitätsbedingungen innerhalb des Rutschungskörpers. Um die Bewegungen an der Oberfläche räumlich und zeitlich zu erfassen, müssen ausgewählte Objektpunkte als Repräsentanten der zu beobachtenden Massenbewegung mittels Sensoren ausgestattet werden. Unterschieden wird dabei in Sensoren, die in Echtzeit messen (z.B. Inklinometer, Extensiometer, Strainmeter, aber auch einfachere lokale Sensoren) oder die auf geodätischen Messprinzipien beruhen (GPS-Sessions, Tachymetermessungen, Alignementverfahren). Diese unterschiedlichen Sensoren können zukünftig mit der Sensor Markup Language (SensorML) interoperabel kommunizieren. Sie resultieren in heterogenen Beobachtungsdatensätzen, die in einem gemeinsamen Ausgleichungs- und Filterungsansatz zu integrieren sind. Im vorliegenden Projekt obliegt der Geodäsie die Adaption von Verfahren zur Deformationsanalyse an die Echtzeitanforderungen und zur Quantifizierung und Visualisierung der Genauigkeit der Ergebnisse für Entscheidungsprozesse zur Frühwarnung. Die Geoinformatik wird aufbauend auf aktuellen Open Geospatial Services die Geodateninfrastruktur realisieren.
Bearbeiter:
Kai Walter, Frank Niemeyer Weitere Information im WWW
Zum Projekt: Mitarbeiter,
Publikationen
Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt
Letzte Änderung des Projekteintrages:
15.03.2011
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