Schlagspezifische Anwendung eines Indikators für die Intensität des chemischen Pflanzenschutzes im System REPRO

Projektleitung: Prof. Dr. Bärbel Gerowitt

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Stipendienschwerpunkt

Kooperation:

Zeitraum: 2004- 2008

Einordung:
Institut: Professur Phytomedizin

 

Projektbeschreibung:
Der Behandlungsindex ist ein handlungsorientierter Indikator für den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Er beschreibt die Anwendungshäufigkeit solcher Mittel in einer Anbauperiode , korrigiert um Faktoren für reduzierte Aufwandmengen oder Teilflächenbehandlungen.

Es wird eingeschätzt, dass sich der Behandlungindex gut zur Beschreibung der Intensität des chemischen Pflanzenschutzes auf verschiedenen Ebenen eignet. So können Behandlungsindizes z.B. für die Ebene einzelner Fruchtarten, ganzer Betriebe oder als Mittelwerte für ganze Regionen berechnet werden, um Vergleiche zu ermöglichen oder Trends und Veränderungen zu erfassen.

Eine prüfende Anwendung des Indikators für die ver¬schiedenen Ebenen von Anbau-systemen (Früchte, Fruchtfolgen, Betriebe) unter Aspekten des Integrierten Pflanzen-schutzes steht aber ebenso aus, wie eine fachlich begründete Herleitung von anzu-strebenden Orientierungswerten für den Indikator.

In der Forschungsarbeit soll in einem ersten, empirischen Teil anhand von szenarischen Daten sowie realen Daten zum Einsatz von PSM in verschiedenen Anbausystemen überprüft werden, wie der Indikator unterschiedliche Pflanzen-schutzstrategien bewertet. Diese Untersuchung erfolgt an Raps-Getreide-Frucht-folgen in Mecklenburg-Vorpommern.

Anhand der Ergebnisse wird im zweiten, analytischen Teil der Arbeit versucht, einen Algorithmus zur schlagspezifischen Ableitung von Zielwerten für den Behandlungs-index zu entwickeln. Dazu werden verschiedene Faktoren, die sich auf das Risiko von Pflanzenkrankheiten auswirken, betrachtet: einerseits Standortgegebenheiten wie Boden und Klima, die ein Landwirt nicht beeinflussen kann, andererseits die Ausgestaltung des Anbausystems mit Bodenbearbeitung, Fruchtfolge etc., die in der Hand des Landwirts liegt. Damit erfolgt die Bestimmung des „notwendigen Maßes“ an PSM.

Zuletzt ist die Einbindung des Algorithmus in das Modell REPRO zur Bewertung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebssysteme vorgesehen.

Bearbeiter: Dipl. Ing. (Landeskultur und Umweltschutz) Jana Bürger

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 03.12.2008

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