Erstellung einer Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung (AEP) für den Landkreis Mecklenburg-Strelitz

Projektleitung: Prof. Wolfgang Riedel

Förderung: Amt für Landwirtschaft Altentreptow

Kooperation:

Zeitraum: 2003

Einordung:
Institut: Professur Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung
Teilschwerpunkt: Umweltgerechte Nutzungssysteme im ländlichen Raum

 

Projektbeschreibung:
Das Institut für Landschaftsplanung und Landschaftsökologie erarbeitete im Auftrag für das Ministerium, Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei MV, vertreten durch das Amt für Landwirtschaft in Altentreptow, eine „Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung“ (AEP) für dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Ziel dieser AEP ist es, zu ermiteln in welchen Gemeinden es am nötigsten ist, ein Bodenordnungsverfahren (BOV) durchzuführen, bzw. wo die begrenzten Mittel für BOV am effektivsten eingesetzt werden können. Somit wird einerseits das Aufgabenspektrum der bundesweit bekannten AEP im eigentlichen Sinne auf die Frage der Bodenordnung beschränkt. Andererseits wird räumlich stark erweitert, indem das Untersuchungsgebiet statt einer oder mehrerer Gemeinden einen gesamten Landkreis umfasst.
Die Aufgabenstellung umfasst:
- Allgemeine Datenanalyse (Untersuchung vorliegender Daten; Fragebogenaktion)
- Ermitteln der Notwendigkeit von BOV anhand von folgenden Kriterien:
- Eigentumskonflikte
- Eigentumsstruktur
- Katastersituation
- Zustand der öffentlichen Anlagen
- Flächennutzungskonflikte
- Strukturschwäche des Raumes
- Entwicklungspotenziale der Gemeinde
- Zusammenfassende Beschreibung und Bewertung der Ergebnisse.
Zur Untersuchung der Anordnungskriterien wurden neben den Ergebnissen der allgemeinen Datenanalyse auch flächendeckend alle Flurkarten des Kreisgebietes einzeln ausgewertet. Die Analyse der Flurkarten diente im Wesentlichen der Beurteilung der Eigentumsstrukturen (Kleinteiligkeit der Flureinteilung und Überbauung) und der Katastersituation. Die Bewertungen der einzelnen Anordnungskriterien werden dann zusammengeführt. Dabei werden die Kriterien entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet. Als Ergebnis ergibt sich eine alle Aspekte integrierende Gesamtbewertung einer jeden Gemeinde, anhand derer die Gemeinden nach der Notwendigkeit zur Durchführung eines Bodenordnungsverfahren geordnet werden können.
Der besondere Anspruch dieser Aufgabe liegt in der Operationalisierung der genannten Kriterien vor dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Datenstruktur und –verfügbarkeit und der davon abhängigen Nachvollziehbarkeit der Bewertungsmethodik.

Bearbeiter: Dipl.-Geogr. Kai-Uwe Grünberg, Dipl.-Ing. Christian Birringer, Dipl.-Ing. Rommy Nitschke

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 21.10.2005

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