Erstellung einer Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung (AEP) für den Landkreis Bad Doberan

Projektleitung: Prof. Wolfgang Riedel

Förderung: Amt für Landwirtschaft Bützow

Kooperation:

Zeitraum: 2002

Einordung:
Institut: Professur Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung
Teilschwerpunkt: Umweltgerechte Nutzungssysteme im ländlichen Raum

 

Projektbeschreibung:
Um die Agrarwirtschaft in M-V weiterhin als leistungsfähigen Wirtschaftssektor zu erhalten, ist die Landes- und Kommunalpolitik bestrebt, möglichst optimale Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. zu erhalten. Neben vielen anderen politischen Weichenstellungen, Projekten und Förderprogrammen stellen Bodenordnungsverfahren ein wichtiges Instrumentarium zur Beseitigung agrarstruktureller Mängel dar. Die Universität Rostock, Institut LL, wurde vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, vertreten durch das Amt für Landwirtschaft in Bützow, mit der Erarbeitung einer Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung (AEP) für den Landkreis Bad Doberan beauftragt. Ziel dieser AEP ist es, zu ermitteln in welchen Gemeinden es am nötigsten ist, ein Bodenordnungsverfahren (BOV) durchzuführen, bzw. wo die begrenzten Mittel des zuständigen Amtes für Landwirtschaft zur Durchführung von BOV am effektivsten eingesetzt werden können. (amit weicht die vom Auftraggeber formulierte Aufgabenstellung von dem ab, was insbesondere in den alten Bundesländern unter einer AEP verstanden wird.)Grundlage der AEP bildet eine allgemeine Datenanalyse zu den für die Untersuchung relevanten Themen. Neben einer Untersuchung der verschiedenen Planungen, Statistiken und Studien wurde auch eine Fragebogenaktion durchgeführt. Dadurch sollte die Ortskenntnis insbesondere der Mitarbeiter in den Amtsverwaltungen nutzbar gemacht werden. Folgende vorgegebene Kriterien werden für jede Gemeinde untersucht und bewertet (Anordnungskriterien):
Eigentumskonflikte, Eigentumsstruktur, Katastersituation, Zustand der öffentlichen Anlagen, Flächennutzungskonflikte, Strukturschwäche des Raumes und Entwicklungspotenziale der Gemeinde. Zur Untersuchung der Anordnungskriterien wurden neben den Ergebnissen der allgemeinen Datenanalyse auch flächendeckend alle Flurkarten des Kreisgebietes einzeln ausgewertet. Die Analyse der Flurkarten diente im Wesentlichen der Beurteilung der Eigentumsstrukturen (Kleinteiligkeit der Flureinteilung und Überbauung) und der Katastersituation. Die Bewertungen der einzelnen Anordnungskriterien werden dann zusammengeführt. Dabei werden die Kriterien entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet. Als Ergebnis ergibt sich eine alle Aspekte integrierende Gesamtbewertung einer jeden Gemeinde, anhand derer die Gemeinden nach der Notwendigkeit zur Durchführung eines Bodenordnungsverfahren geordnet werden können.

Bearbeiter: Dipl.-Geogr. Kai-Uwe Grünberg, Dipl.-Ing. Christian Birringer, Dipl.-Ing. Rommy Nitschke

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 21.10.2005

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