Biotopverbund in intensiv genutzten Agrarlandschaften- Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven
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Projektleitung: Prof. Dr. Bärbel Gerowitt

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Kooperation:

Zeitraum: 2004-2008

Einordung:
Institut:
Professur Phytomedizin

 

Projektbeschreibung:
In intensiv genutzten Agrarlandschaften existieren eine Reihe von Problemen, welche sich in dieser starken Ausprägung in anderen landwirtschaftlich genutzten Gebieten so nicht finden.
So haben wir hier, beeinflusst von der Änderung der Produktionstechnik, der Situation der Absatzmärkte und den agrarpolitischen Rahmenbedingungen eine Entwicklung hin zu engen Fruchtfolgen und zu großen Bewirtschaftungseinheiten, welche durchaus betriebswirtschaftliche Vorteile haben, dadurch aber andere Probleme hervorrufen.
Neben der starken Düngeintensität hat man in diesen Gebieten durch vermehrte Pflanzenschutzprobleme zusätzlich einen erhöhten Pflanzenschutzmitteleinsatz. Die Entwicklung hin zu großen Bewirtschaftungseinheiten hat zu einer Verarmung der Landschaft an Strukturelementen geführt, welche neben ihrem landschaftsästhetischen Wert eine wichtige Funktion für den Naturhaushalt und die Agrobiodiversität haben.
Dadurch haben sich die Lebensbedingungen für viele charakteristische Arten des Agrarraumes verschlechtert, was zu einer qualitativen und quantitativen Verarmung dieses Lebensraumes geführt hat.
Gerade auf diesen landwirtschaftlichen Gunststandorten gibt es jedoch seitens der Landwirtschaft vielfältige Hemmnisse, Naturschutzmaßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt und Strukturierung der Landschaft durchzuführen.

Mit der Optimierung der Integration von Strukturelementen befasst sich der Projektverbund „Lebensraum Börde“. Dieser Projektverbund besteht aus 5 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Pilotprojekten, in denen mit wissenschaftlicher Begleitung ausgehend von unterschiedlichen Naturschutzzielen in intensiv genutzten Ackerbörden Nordrhein- Westfalens, Niedersachsens und Sachsen- Anhalts Modelle für den Aufbau von Biotop-Verbundsystemen vorbereitet und geschaffen werden. Die Ziele des Projektverbundes bestehen darin, zu einer stärkeren Netzwerkbildung zwischen den Akteuren von Landwirtschaft und Naturschutz beizutragen und die Erfahrungen der einzelnen Projekte für nachfolgende Projekte nutzbar zu machen.

Aus diesem Grund wurde, ebenfalls von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert, das Dachprojekt „Biotopverbund in intensiv genutzten Agrarlandschaften – Möglichkeiten, Grenzen, Perspektiven“ ins Leben gerufen.
Das Dachprojekt soll zu einer Förderung eines themenbezogenen Erfahrungsaustauschs zwischen den einzelnen Projekten beitragen und seinen Fokus auf die Analyse der Erfolgs- und Hemmfaktoren für die Inanspruchnahme und Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen legen.

Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:
· Betriebswirtschaftliche Analysen der angebotenen Maßnahmen zur Ermittlung der optimalen Prämienhöhe unter Berücksichtigung der Pflanzenschutzauflagen zu terrestrischen Saumbiotopen
· Produktionstechnische Analysen der angebotenen Maßnahmen à Testen von Blühmischungen
· Analyse der Projektstrukturen – Verwaltung und Akteursnetzwerke
· Analyse der rechtlichen Ebene/ Ebene der Förderinstrumente

Zur Untermauerung der Analyse werden die Erfolgs- und Hemmfaktoren seitens der Landwirtschaft im Rahmen einer schriftlichen Befragung in den Projektgebieten untersucht.
Ziel des Projektes ist es, nachfolgend die Implementierung von Strukturelementen in intensiv genutzten Ackerbauregionen zu erleichtern.

Bearbeiter: Dipl. ing. agr. Juliane Mante

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 17.12.2007

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