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Entwicklung eines integrierten Ansatzes von Züchtungs- und Produktionsverfahren zur Verbesserung der Anbaueignung von Blauen Süßlupinen hinsichtlich bodenbürtiger Pilzerkrankungen Entwicklung einer PCR-gestützten Diagnosetechnik zur Identifizierung boden- und samenbürtiger Pilzerkrankungen bei der Blauen Süßlupine (Lupinus angustifolius)
Projektleitung:
PD Dr. agr. Christine Struck
Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit - PRO INNO II
Kooperation:
Saatzucht Steinach GmbH, Bocksee; Prophyta Biologischer Pflanzenschutz GmbH, Malchow/Poel
Zeitraum: 2005-2008
Einordung:
Institut: Professur Phytomedizin
Projektbeschreibung:
Unter den einheimischen Körnerleguminosen stellen die bitterstoffarmen Blauen Süßlupinen (Lupinus angustifolius) ernährungsphysiologisch ähnlich wertvolle Nahrungsmittel wie die Bohnen, Erbsen und Sojabohnen dar. Sie finden Aufgrund ihrer hochwertigen Proteinzusammensetzung, der Resistenz gegenüber der Anthraknose, den bodenverbessernden Eigenschaften (Stickstofffixierung durch Rhizobien in den Wurzelknöllchen) und der Fähigkeit, nährstoffarme Böden zu besiedeln, zunehmend wieder Beachtung. Eine Einschränkung für die weitere Ausdehnung des Lupinenanbaus ist aber das Auftreten von boden- sowie auch samenbürtigen Krankheitserregern, die zu „Fußkrankheiten“ bzw. „Umfallkrankheiten“ führen. Verursacht werden diese durch verschiedene Pilze, die jeweils den Bedingungen entsprechend in unterschiedlichem Ausmaß zu Auflaufschäden bzw. zur Wurzel- oder Wurzelhalsfäule beitragen. Zu dem bodenbürtigen Erregerkomplex zählen verschiedene Arten der Gattungen Pythium und Pleiochaeta sowie Rhizoctonia solani und Thielaviopsis basicola. Bei den samenbürtigen Erregern sind vor allem Fusarium spec., Botrytis spec. und Ascochyta spec. von Bedeutung sowie Sclerotinia spec. und Stemphylium spec.. Jede der genannten Pilzarten kann zum Ausbruch der Krankheit beitragen und somit ist es zur Sicherung der Anbauausdehnung unerlässlich, Sorten zur Verfügung zu stellen, die ausreichende Resistenz gegenüber diesen Erregern gewährleisten. Eine Grundlage zur erfolgreichen Züchtung pilzresistenter Pflanzen stellt die Kenntnis der Schadpilze sowie die frühzeitige Diagnose der Pilzerkrankungen am Pflanzenmaterial dar. Eine sichere Bestimmung von boden- und samenbürtigen Schaderregern ist auf der Basis von Symptomen jedoch oft nicht möglich. Daher soll neben der Diagnose dieser Pilze ein PCR-gestütztes Verfahren für den Nachweis der entsprechenden Schaderreger entwickelt werden. Das Ziel ist es, dem Kooperationspartner ein kostengünstiges Testverfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem frühzeitig Schaderreger an Lupinen nachgewiesen werden können.
Bearbeiter:
Dipl. Ing. agr. Robert Thalmann
Zum Projekt: Mitarbeiter,
Publikationen
Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt
Letzte Änderung des Projekteintrages:
25.10.2005
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