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Untersuchungen über die bioökologische Wirksamkeit von Grünbrücken über Verkehrswege
Projektleitung:
Dr. Michael Henneberg
Förderung: BMVBW, BASt, DEGES
Kooperation:
Verbundprojekt M-V, BW, RP
Zeitraum: 2003 bis 2006
Einordung:
Institut: Professur Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung Teilschwerpunkt: Erfassung und Auswertung umweltrelevanter Kenngrößen
Projektbeschreibung:
Die Erhebungen sollen nach sechs maßgebliche Fragestellungen bearbeitet werden: Wie hoch ist die Effizienz der geschaffenen Wildtierpassagen und wie veränderte sich die Mobilität großer Säuger in Bauwerksnähe? Wie ist die Akzeptanz der trassenbedingten Bauwerke (z.B. Talbrücken, Gewässerdurchlässe, Wirtschaftswegeüber-/-unterführungen etc.) einschließlich großdimensionierter Amphibiendurchlässe durch Wildtiere? Wie verteilen sich die erfassten Tierartenbewegungen auf extra geschaffene Wildtierpassagen sowie trassennotwendige Bauwerke, die Querungsmöglichkeiten bieten? Welchen Einfluss haben Dimensionierung, Ausgestaltung, insbesondere Vegetationsentwicklung und landschaftsgerechte Einbindung der Bauwerke auf ihre Effizienz? Wie veränderte sich die Mobilität der zu untersuchenden Wildtiertaxa im erweiterten Einzugsbereich der Bauwerke aufgrund des Zerschneidungseffektes der Trasse und der geschaffenen Querungsmöglichkeiten (Wildtierpassagen und trassennotwendige Bauwerke)? Wie beeinflussen unterschiedlich lange Betriebsdauer der BAB und Vegetationsentwicklung auf und bei den Bauwerken die Effizienz der Wildtierpassagen? Wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Bedeutung: Mit den Untersuchungen wird erstmals die Effizienz von Querungsmöglichkeiten für Wildtiere geprüft, die nach einem großräumigen Standortauswahlverfahren, d.h. unter Berücksichtigung des überregionalen Biotop- und Habitatverbundes beidseits eines mehr als 100 km langen Abschnitts der BAB A 20 festgelegt wurden (bundesweit einzigartiger Naturraum, verkehrs- und störungsarm, große unzerschnittene, reich strukturierte und wertvolle Landschaftsräume, große Tierpopulationen, viele vom Aussterben bedrohte Tierarten). Zudem werden erstmalig Effizienzuntersuchungen im Großlandschaftsraum Norddeutsches Tiefland durchgeführt. Methodik des Vorgehens: Mit dem vorliegenden Teilprojekt ergibt sich die Chance, auf den detaillierten Untersuchungen aus der Zeit vor Baubeginn (1995-1996) aufzubauen und in den bisher freigegebenen Bauabschnitten eine Effizienzkontrolle der umgesetzten Querungshilfen vorzunehmen. Dabei sollen großteils bewährte und internationalem Standard entsprechende Methoden eingesetzt werden.
Bearbeiter:
Dr. Michael Hennberg, Dipl.-Ing. Elke Peters-Ostenberg Weitere Information im WWW
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Letzte Änderung des Projekteintrages:
27.02.2007
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