Prüfung der Verträglichkeit des Moorschutzkonzeptes des Landes gem. Artikel 6 Abs. 3 FFH-RL in Verbindung mit § 19a Abs. 2 Nr. 9 BNAtSchG

Projektleitung: Prof. Janzen

Förderung: Umweltministerium M-V

Kooperation:

Zeitraum: 1999 bis 2000

Einordung:
Institut: Professur Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung
Teilschwerpunkt: Integrierte Planung, Gestaltung und Bauen im ländlichen Raum

 

Projektbeschreibung:
Die Erarbeitung und Bestätigung des Konzeptes zur Bestandssicherung und Entwicklung der Moore in M-V ist ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips bei der Nutzung unserer natürlichen Umwelt. Die FFH-Richtlinie legt fest, daß Pläne und Projekte, die sich wesentlich auf die Verfolgten Erhaltungsziele eines ausgewiesenen Gebietes auswirken können, einer angemessenen Prüfung zu unterziehen sind.

Geht man von den Entwicklungszielen des Moorschutzkonzeptes aus, ergeben sich folgende verfahrensbedingte potentielle Auswirkungen auf FFH-Gebiete:
[1] Fortsetzung landwirtschaftlicher Nutzung auf Moorstandorten unter Einhaltung guter landwirtschaftlicher Praxis
[2] Naturschutzgerechte Grünlandbewirtschaftung (Vertragsnaturschutz)
[3] Regenerierung von für den Landschaftshaushalt wichtigen großflächigen tiefgründigen Niedermooren
[4] Regenerierung von Überflutungsmooren im Küstenbereich.

Methodik und Durchführung der Verträglichkeitsuntersuchung:
[1] Prüfung der vom Auftraggeber übergebenen Datensätze
[2] Verschneidung der ausgewiesenen 3328 Moorschutzgebiete mit den 139 FFH- und 15 EU-Vogelschutzgebieten, um die Überlagerungsbereiche zu lokalisieren
[3] Analyse der Überlagerungsbereiche hinsichtlich konkreter Konflikte in den Schutzzielen, tabellarische Auflistung, Beurteilung und Abwägung der Verschneidungsdaten
[4] Bewertung der ausgewiesenen Überlagerungsflächen hinsichtlich ihres Konfliktes zu den FFH- und EU-Vogelschutzgebieten

Ergebnis:
- Landesweite kartographische Übersicht der Schutzgebiete und Überlagerungsbereiche im Maßstab 1:250.000
- Tabellarische Auflistung, Abgleichung und Bewertung der relevanten Daten aus den Schutzgebietsbeschreibungen, um landesweite Überlagerung qualitativ zu untersetzen
- Vororientierung für die Abschätzung potentieller Konflikte bei künftigen Regenerierungsmaßnahen

Bearbeiter: Dipl.-Ing. Elke Peters-Ostenberg

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 21.10.2005

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