Das soziale und aktive Dorf

Projektleitung: Lutz Laschewski

Förderung: Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Kooperation: Claudia Neu, Institut für Soziologie, Theodor Fock, Hochschule Neubrandenburg

Zeitraum: 09/2005 bis 09 2006

Einordung:
Institut: Professur Agrarökonomie

 

Projektbeschreibung:
In den letzten Jahren sind in Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Investitionen getätigt worden, welche die materielle Versorgungslage der Bevölkerung und in vielen Bereichen die öffentlichen Infrastruktur deutlich verbessert haben. In ökonomischer Hinsicht konnten diese Maßnahmen allerdings die wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Beschäftigungssituation kaum beflügeln. Die ökonomischen und sozialen Probleme verschärfen sich zudem durch die ungünstige demografische Entwicklung. In den nächsten Jahren werden die in die Region fließenden Transferzahlungen spürbar zurückgehen. Angesichts dieser Prozesse wird es umso notwendiger, die Wirksamkeit öffentlicher Ausgaben auch im Bereich der ländlichen Entwicklung zu erhöhen. In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Beteiligung zivilgesellschaftlicher als auch privater Akteure an der Bereitstellung öffentlicher Güter (z.B. als „Public-Private Partnerships“) zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund zielt dieses Projekt darauf ab, soziale und institutionelle Aspekte der ländlichen Entwicklung exemplarisch am Beispiel verhältnismäßig „erfolgreicher“ ländlicher Gemeinden zu analysieren und zu demonstrieren. Soziale und institutionelle („weiche“) Entwicklungsfaktoren werden in regionalwissenschaftlichen Analysen der letzten Jahrzehnte zunehmend betont. Hier spielt z.B. die Erfahrung der Existenz von teilweise erheblichen Entwicklungsunterschieden zwischen Gemeinden und Regionen eine Rolle, die sich sonst kaum in ihren Standortbedingungen unterscheiden. Die Fähigkeit, vorhandene Ressourcen und Möglichkeiten auszuschöpfen wird als endogenes Entwicklungspotential begriffen. Zu diesen soziale Bedingungen für Erfolg können bspw. gezählt werden:
- zivilgesellschaftliches Engagement
- Kooperation zwischen Staat und Bürgern
- Lebensqualität (Wohnen, Natur, soziales Leben)
- unternehmerische Kultur
Aus den Ergebnissen des Projektes sollen allgemeine Handlungsempfehlungen für ländliche Gemeinden und die Gestaltung von Förderrichtlinien abgeleitet werden.

Bearbeiter: Lutz Laschewski

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Letzte Änderung des Projekteintrages: 25.08.2006

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