GIS-Analysen im Greifswalder Bodden

Projektleitung: R. Bill

Förderung: DFG

Kooperation:

Zeitraum: 01.01.1995-15.02.1999

Einordung:
Institut: Professur Geodäsie und Geoinformatik
Teilschwerpunkt: Erfassung und Auswertung umweltrelevanter Kenngrößen

 

Projektbeschreibung:
Mit diesem Forschungsprojekt knüpfte das Institut an Vorarbeiten des bisherigen Lehrstuhls für Geodäsie und Fernerkundung an. Parallel dazu liefen verschiedene Forschungsvorhaben an anderen Instituten der Universität Rostock im Greifswalder Bodden, mit denen im Rahmen des Projektes zusammengearbeitet wurde.
Der Bedarf an flächendeckenden Informationen über Ausdehnung und Artenzusammensetzung der Makrophytengesellschaften ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Periodische Bestandsaufnahmen des Makro-phytobenthos sind Voraussetzung für das zeitige Erkennen von Schä-den im Ökosystem. Seitens verschiedener Forschungsgruppen wurde der Wunsch betont, verstärkt Fernerkundungsdaten für die Erfassung von Makrophyten einzusetzen, ihre Auswertung in Hinblick auf die Kartierung von Unterwasserstrukturen zu standardisieren und damit verbunden zu-mindest teilweise zu automatisieren.
Vor diesem Hintergrund wurden im Projekt bestehende digitale Methoden der Fernerkundung auf die Erfassung von Unterwasservegetation angewendet, an die spezifischen Bedingungen der Wasseranwendung angepaßt und die Ergebnisse analysiert. Die Integration von Ferner-kundungsdaten, Unterwasser-Videoaufnahmen, Vermessungsdaten und Zusatzwissen in einem Geo-Informationssystem (GIS) bildete die Grundlage für einen schnellen Zugriff auf alle verfügbaren Rauminformationen, die Kombination und Verarbeitung der verschiedenen Da-ten sowie die systemdurchgängige Veränderung korrigierter Daten.
Ein Untersuchungsschwerpunkt bildete der Vergleich gängiger Fernerkundungssensoren (Landsat TM, Spot, Daedalus, Photogrammetrische Kammer, Amateurkamera) und -techniken in Bezug auf ihre Nutzbarkeit beim Monitoring von Makrophyten. Vergleichskriterien waren thematische und geometrische Genauigkeit, Sensorspezifikationen, Kosten und Bearbeitungszeit der Daten. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt lag auf der Durchführbarkeit und erreichbaren Genauigkeit der Bildverarbeitung bei Interpretation, Georeferenzierung, Datenfusion, multispektraler Klassifizierung, Texturanalyse und multitemporaler Auswertung. Da sowohl die spektralen Charakteristiken der Unterwasserobjekte als auch die Zu-satzinformationen zur potentiellen Verbreitung von Makrophyten und anderen Benthosstrukturen sehr variabel waren und von vielen Einflußfaktoren abhingen, wurde der bisher genutzte hierarchische Klassifikationsalgorithmus durch ein Wahrscheinlichkeitsmodell des Auftretens bestimmter Makrophytengemeinschaften erweitert.

Bearbeiter: Kornelia Christke

Zum Projekt: Mitarbeiter, Publikationen
Weitere Projekte im Forschungsteilschwerpunkt

 

Letzte Änderung des Projekteintrages: 20.12.2011

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